Ab 1. März: H&M Schweiz zahlt Kundinnen für Kleiderlagerung Rabatte bar aus!

19.01.2021, Zürich. Ab dem 1. März dürfen gemäss dem Bundesrat voraussichtlich die Läden in der ganzen Schweiz wieder geöffnet haben. Einen definitiven Entscheid dazu will die Landesregierung am 24. Februar fällen. Die Detailhändler, allen voran die grossen Player auf dem Markt kündigten bereits im Vorfeld dieser noch nicht gesicherten breitflächigen Ladenöffnung an, mit grossen Rabatten die Kundschaft anzulocken. Es ist bereits von einer “Rabattschlacht” die Rede. Die Lager sind zum bersten gefüllt mit den Winterkollektionen, die aufgrund des Lockdowns seit Januar nicht verkauft werden konnten. Zudem wurden bereits die Frühlingsmoden ausgeliefert, die Zentrallager der Modehäuser sind also voll, aber auch die Lager der Filialen quellen über. H&M Schweiz hat nun angekündigt, einen neuen Weg zu gehen, um die Winterkleider abstossen zu können und so dringend benötigte Lagerfläche frei zu bekommen: der Modehändler entschädigt seine Kundschaft mit Bargeld in der Höhe eines Rabattes von 70% auf den Kaufpreis für die Abnahme von Kleidern aus der Winterkollektion 20/21! Minna Carlberg, seit Oktober 2019 Länderchefin von H&M Schweiz erklärte gegenüber dem MERKURIER: “Wenn eine Kundin bei uns in der Filiale eine Winterjacke abnimmt, die regulär 120 Franken kostet, dann erhält sie die Jacke gratis. Neben der Jacke erhält sie den Rabatt von 70 Prozent, was hier einem Betrag von 84 Franken ausmacht, in bar ausbezahlt.” H&M gehe diesen Weg, um die Filialen so rasch als möglich zu entlasten und die Lager zu leeren. “Für uns als grosses Modeunternehmen kommt dies günstiger, als wenn wir zusätzliche Lagerräume anmieten müssten, um die Winterkleider bis in den kommenden Spätherbst einzulagern. Zudem wissen wir ja nicht, ob wir die dann veralteten Linien noch verkaufen können”, sagte Carlberg weiter. Jetzt seien die Kundinnen geradezu ausgehungert nach dem Lockdown: “Viele Kundinnen warten sehnsüchtig auf die Ladenöffnungen, sie werden uns die Kleider sicher abnehmen.” H&M nennt diese Praxis “Fremdlagerung”. Statt die Winterkleider bis sie benötigt werden in den Unternehmenslagern einzulagern, was hohe Kosten verursacht, werden diese somit direkt in den Kleiderschränken der Kundinnen zwischengelagert, bis diese sie im kommenden Winter tatsächlich benötigen. “Das darf man schon entschädigen, sind wir der Meinung, dass die Kundinnen uns ihren privaten Kleiderschrank als Lagerstätte zur Verfügung stellen”, erläutert Carlsberg die Strategie von H&M.

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