Jahrhundertealtes Küchenproblem durch Nobelpreisträger gelöst!

16.02.2021, La Jolla. Ein jahrhunderte- wenn nicht gar jahrtausendealtes Problem bei der Zubereitung von Zitrusfrüchten in der Küche konnte endlich an der Scripps Research in La Jolla, Kalifornien, einer medizinische Forschungseinrichtung mit Schwerpunkt Biomedizin und Chemie gelöst werden: Forschern um den Chemie-Nobelpreisträger Barry Sharpless gelang es herauszufinden wie verhindert werden kann, dass eine angeschnittene oder gar halbierte Zitrone sich bei der Lagerung bräunlich verfärbt! Das Problem ist seit einer Ewigkeit bekannt: Obst, zum Beispiel Äpfel oder Bananen, die geschält oder angeschnitten worden sind, verfärben sich in kurzer Zeit braun. Schuld an der unschönen Verfärbung ist die Reaktion des angeschnittenen Obstes mit der Luft, die sogenannte Oxidation. Beträufelt man seine Apfel-, oder Banenscheiben mit einem Antioxidationsmittel, wie es Zitronensäure ist, wird der Vorgang gestoppt. Es stellte sich aber stets die Frage, weshalb auch angeschnittene Zitronen, Zitronenscheiben oder -schnitze sich braun verfärbten. Professor Sharpless, der bereits an den Universitäten Standford und Harvard sowie am Massachusetts Institut of Technology (MIT) lehrte und forschte gelang nun zusammen mit einem Team von Forschern aus verschiedenen Wissenschaftszweigen der Nachweis, wie sich die Verfärbung auch bei Zitronen wirksam verhindern lässt! Im der Fachzeitschrift “Proceedings of the Royal Society B” stellte er das Ergebnis seiner Forschungstätigkeit vor: “Wir haben mit verschiedenen Substanzen versucht, die Oxidation von geschnittenen Zitronen zu verhindern. Wir arbeiteten mit NH3, mit HNO3, mit H2SO4, CH3COOH und gar mit H4SiO4, aber es hat sich herausgestellt, dass einzig C6H8O7 eine Oxidation von geschnittenen Zitronen wirksam verhindern kann. C6H8O7 finden die Köche dieser Welt in genügender Konzentration in Zitronen. Um bei einem Kilo geschnittener Zitronen zu verhindern, dass sie oxidieren reicht der Saft einer mittleren Zitronen vollends aus.” Die geschnittenen Zitronen seien ganz einfach mit dem Saft einer Zitrone zu beträufeln und schon werde eine Oxidation der Frucht an der Schnittstelle derselben verhindert, erklärte Nobelpreisträger Sharpless.

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