Studie von Psychologieprofessor: neun von zehn Kindern macht Mobbing Spass!

22.04.2021, Princeton. Daniel Kahneman, Inhaber der Eugene-Higgins-Professur für Psychologie an der Woodrow Wilson School für öffentliche und internationale Angelegenheiten an der Princeton Universität und Nobelpreis-Träger hat in der gestern erschienen Fachzeitschrift “Journal für Psychologie” eine aufsehenerregende Studie zum Thema Mobbing unter Minderjährigen an deutschen Schulen veröffentlicht. Das Ergebnis dieser Studie lässt weite Kreise von Psychologinnen und Psychologen, von Politikerinnen und Politikern sowie von Lehrpersonen aufhorchen: anders als bislang angenommen, haben neun von zehn Kinder Spass am Mobbing! Prof. Kahnemann kommentierte das Studienergebnis: “Mobbing wird allgemein zu fest mit Negativem in Verbindung gebracht. Es werden stets nur die Mobbing-Opfer erwähnt, ihnen wird Hilfe zugedacht, sie werden betreut. Auch in der Presse wird bloss über negative Auswirkungen, was Mobbing zweifelsohne mit sich bringt, berichtet.” Dass aber neun von zehn Kindern am Mobbing Freude und Spass hätten und es als lustig empfänden, darüber berichteten gemäss dem renommierten und hochdekorierten Professor weder Fachpersonen noch die Presse. “Ich will mit diesem Fachartikel aufrütteln, wecken”, schrieb Kahneman weiter in seinem Kommentar zur Studie. Und: “Es ist doch grossartig, dass neunzig Prozent der Kinder eine Aktion gefunden haben, an der sie Freue haben, sich ausleben, austoben, abarbeiten können.” Professor Kahneman schloss mit einer Forderung an die Politik: “Die Verantwortlichen in der Politik sollen zur Kenntnis nehmen, dass die Mobber glücklichere Menschen sind als die Gemobbten. Mobbing soll daher auch von staatlicher Seite her gefördert werden! Es ist der Entwicklung von neun von zehn Kindern eindeutig in positivem Sinne zuträglich.”

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