Bei der gesperrten Sesekebrücke zwischen Henri-David-Straße und Berliner Straße in Kamen wird es länger dauern als zunächst erhofft. Das marode Bauwerk soll noch in diesem Jahr abgerissen werden, doch der Auftrag ist nach aktuellem Stand noch nicht vergeben. Gleichzeitig reicht der bisher vorgesehene Kostenrahmen offenbar nicht mehr aus.
Brücke seit Ende 2025 gesperrt
Die Verbindung über die Seseke ist seit Dezember 2025 für Fußgänger und Radfahrer gesperrt, nachdem Schäden an der Brücke festgestellt worden waren. Für den Alltag in diesem Bereich ist das durchaus relevant: Die Querung verbindet die Berliner Straße mit der Henri-David-Straße und wird unter anderem von Familien auf dem Weg zur dortigen Kindertageseinrichtung genutzt.
Bereits Anfang des Jahres hatte die Stadt einen Ersatzneubau angekündigt. Die neue Brücke soll deutlich breiter werden und sich gestalterisch an den neueren Seseke-Querungen in Kamen orientieren. Im Februar war für das Projekt noch von einem Kostenvolumen von knapp 330.000 Euro netto die Rede. Für die Maßnahme war eine Förderung von 95 Prozent bewilligt worden.
Aktueller Kostenrahmen reicht offenbar nicht mehr
Nach einem aktuellen Bericht des Hellweger Anzeigers wird der Neubau nun teurer als ursprünglich geplant. Die Stadt hofft demnach auf zusätzliche Fördermittel. Eine konkrete neue Gesamtsumme wurde in der frei zugänglichen Darstellung des Berichts nicht genannt. Klar ist aber: Solange Vergabe und Finanzierung nicht abschließend geklärt sind, bleibt auch der weitere Zeitplan unsicher.
Der Abriss der einsturzgefährdeten alten Brücke soll noch 2026 erfolgen. Wann die neue Querung anschließend tatsächlich genutzt werden kann, lässt sich derzeit aber nicht verlässlich sagen.
Nicht die einzige schwierige Brückenbaustelle an der Seseke
Parallel gibt es auch am Eilater Weg Verzögerungen. Dort läuft ein weiterer Ersatzneubau über die Seseke, dessen Fertigstellung ebenfalls hinter dem ursprünglichen Zeitplan liegt. Für Fußgänger und Radfahrer bedeutet das, dass zwei wichtige Querungen im Kamener Seseke-Bereich gleichzeitig eingeschränkt beziehungsweise gesperrt sind.
Die aktuelle Entwicklung zur Brücke an der Henri-David-Straße beschreibt der Hellweger Anzeiger. Hintergrund zum ursprünglich geplanten Ersatzneubau und zum damaligen Kostenrahmen findest du bei KamenWeb.

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