Aus dem Leben eines Kurzarbeiters…

Kurzarbeit ist jetzt auch bei uns (MäX Kamen) angesagt. Kein Wunder. Der Einzelhandel befindet sich im Shutdown. Das betrifft natürlich auch meinen Arbeitsplatz.

Tumisu / Pixabay

Und jetzt? Ja, die Situation ist neu für mich. Ich bin es gewohnt den ganzen Tag zu arbeiten. Ich mag den “Stress” auf der Arbeit. Jeden Tag neue Herausforderungen. Das macht Spaß.

Regen Betrieb im Geschäft finde ich gut, gibt es aber z.Zt. nicht. Im Dezember hatten wir ja noch die Hoffnung, dass die Baumärkte (zu denen wir offiziell zählen, obwohl wir ein richtiges Fachgeschäft sind), wie bereits beim ersten #Shutdown im März, geöffnet bleiben dürften.

Zeitlich wären wir aber gut hingekommen mit einem #Lockdown bis 10. Januar. Gibt ja immer etwas im Hintergrund zu tun, mit dem man sich durchaus gut beschäftigen kann. Langeweile kommt sowieso nicht auf.

Aber dann kam ja die Verlängerung bis Ende Januar. Jetzt wird die Sache etwas doof. Also ab in Kurzarbeit und, nach dem Urlaub Anfang Januar, erstmal nur mit Montag, Mittwoch, Freitag 12:00 – 16:00 Uhr gestartet. Sehr ungewohnt und nicht wirklich erfüllend. Trotzdem reichlich zu tun. Kunden rufen an, reservieren Ware und können diese kontaktlos abholen, oder sich liefern lassen.

Reich werden wir damit sicher nicht, aber alles ist besser, als null #Einnahmen. Nachdem dann alles aufgeräumt war konnte ich mal endlich eine andere Baustelle in Angriff nehmen: Die Internetseite. Leider kein sauberes Shopsystem. Aber trotzdem müssen jetzt endlich viele Artikel rein, damit die Kunden online schauen können, was wir so zu bieten haben.

Bevor jetzt jemand denkt: Ja, das ist dann mal kurz gemacht. Nein, ist es nicht. Bilddaten müssen beschafft werden, Produktdaten braucht man auch. Und dann muss das Ganze auch noch einigermaßen ordentlich aussehen, wenn man es online stellt.

Erschreckend, wie lange es dann doch dauert. Am ersten Tag habe ich dann gerade mal unser Laminatsortiment geschafft. Zu finden unter Laminat-Angebote auf unserer Homepage. Und ich bin sicherlich nicht langsam, wenn es darum geht, Artikel auf die Internetseite zu stellen. Habe ja schließlich mal selber einen Online-Shop betrieben. (By the way: Wenn jemand eine gute Idee hat, was man jetzt noch online verkaufen könnte, ich wäre nicht abgeneigt mal wieder einen Shop zu machen. Wie immer natürlich gelten folgende Grundsätze: Ware darf so gut wie Nichts im EK kosten, dafür aber zu einem hohen VK verkaufen. Am Besten mit Dropshipping, damit auch keine Lagerhaltung nötig ist.)

Im Idealfall wird am Dienstag ja vielleicht festgelegt, dass die Geschäfte wieder ab Februar öffnen dürfen. Mit noch mehr Platz für den einzelnen Kunden (so 25-40m²) und #FFP2-Pflicht. Ja, ich weiß, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Teuer wird es allemal für uns. Miete läuft weiter, #Kurzarbeitergeld ist zu niedrig, um das über einen längeren Zeitraum durchzustehen. Auch hier mag ich gerne anmerken: Sollte jemand nicht wissen, wohin mit seinem Geld, dann nehme ich gerne Spenden über Paypal an. Wenn einer viel Geld spendet, dann gibt es auch gerne einen getragenen Schlüpper von mir 😉 . Da will ich mal nicht so sein.

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