Diese Hunderunde mit Freilauf bin ich im Juni 2020 mit Mailo gelaufen. Sie führt vom Friedhof Overberge in Bergkamen über die Hüchtstraße zum Galgenberg, am damaligen Hundefreilauf vorbei und anschließend über Kamen wieder zurück. Weil sich Wege, Beschilderung und der Zustand von Freilaufflächen im Laufe der Jahre ändern können, ist das heute ausdrücklich ein persönlicher Tourenrückblick und keine Garantie für den aktuellen Zustand jedes Abschnitts.
Hunderunde mit Freilauf: Start am Friedhof Overberge
Gestartet bin ich am Parkplatz des Friedhofs Overberge. Von dort ging es über die Friedhofstraße auf den kleinen Fußweg, der parallel zur Straße verläuft. Rechts liegen Felder, links trennt Gebüsch den Weg von der Straße. Gerade bei trockenem Wetter war das ein angenehmer Einstieg in die Runde.

Im Frühjahr und Frühsommer habe ich dort damals immer wieder Gespinste von Gespinstmotten gesehen. Die wurden häufig mit dem Eichenprozessionsspinner verwechselt. Unabhängig davon gilt bei Spaziergängen mit Hund: Unbekannte Gespinste oder stark befallene Bäume besser nicht anfassen und den Hund nicht durchs Unterholz stöbern lassen.
Hunderunde mit Freilauf über Hüchtstraße und Feldwege
Der Weg führt weiter bis zur Hüchtstraße. Die wirkte auf meiner Runde eher wie ein breiter Feldweg als wie eine klassische Straße. Rechts und links hatte man damals einen guten Blick über die Felder. Für Hunde, die zuverlässig abrufbar sind, gab es dort ruhige Abschnitte. Mailo blieb allerdings an der Leine, weil sein Jagdtrieb ziemlich ausgeprägt war.

Wer dort unterwegs ist, sollte Wildtiere im Hinterkopf behalten. Auf meinen Runden habe ich in der Gegend unter anderem Rehe, Fasane und Greifvögel gesehen. Genau deshalb ist Freilauf nur dann sinnvoll, wenn der Hund wirklich sicher abrufbar ist und die örtlichen Regeln es zulassen.
Galgenberg und der damalige Hundefreilauf
Über die Hüchtstraße ging es weiter zum Galgenberg. Der Name klingt dramatischer, als die Parkanlage wirkt. Für mich war das immer einer der schönsten Abschnitte der Runde, weil man dort etwas grüner und geschützter läuft als auf den offenen Feldwegen.

2020 gab es dort einen komplett eingezäunten Hundefreilauf. Mailo mochte diesen Abschnitt natürlich besonders. Die Fläche war damals teils sandig, teils begrünt und verfügte über Sitzmöglichkeiten und einen Unterstand. Ob Ausstattung und Zustand heute noch genauso sind, solltest du vor Ort prüfen.

Am Galgenberg hatte ich damals außerdem mehrere Nester des Eichenprozessionsspinners gesehen. Das ist ein Punkt, den ich heute nicht als aktuelle Zustandsmeldung formulieren würde: Befall kann sich von Jahr zu Jahr stark ändern. Warnschilder und aktuelle Hinweise vor Ort sind deshalb wichtiger als eine sechs Jahre alte Beobachtung.
Über die Klöcknerbahntrasse zum Kamener Friedhof
Nach dem Galgenberg ging es auf meiner damaligen Route ein Stück über die Klöcknerbahntrasse und anschließend wieder zur Friedhofstraße. Statt direkt zum Ausgangspunkt zurückzulaufen, habe ich den kleinen Umweg zum Kamener Friedhof genommen.
Dort steht die sogenannte Apostel-Kastanie, die schon allein wegen ihrer ungewöhnlichen Wuchsform interessant ist. Genau solche kleinen Ziele machen eine Hunderunde für mich spannender: Man läuft nicht einfach Kilometer ab, sondern entdeckt nebenbei Orte, an denen man sonst vielleicht vorbeifahren würde.
Zurück über Eilater Weg und Am Geistbaum
Vom Friedhof führte meine Runde über den Eilater Weg zurück in Richtung Bergkamen. Dieser Abschnitt war angenehm baumbestanden, aber an schönen Tagen auch stärker von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Gerade mit Hund lohnt es sich deshalb, nicht nur nach vorne zu schauen, sondern auch auf schnellere Radfahrer von hinten zu achten.

Wie lange dauert die Hunderunde mit Freilauf?
Für die komplette Runde habe ich damals ungefähr anderthalb Stunden gebraucht, wenn ich mir Zeit gelassen habe. Zügig ging es auch deutlich schneller. Mit Hund hängt die Dauer ohnehin davon ab, wie viel geschnüffelt, gespielt und stehen geblieben wird.
Wenn du lieber noch eine zweite persönliche Runde mit Mailo lesen möchtest, passt dazu mein Beitrag „So anstrengend, wenn Herrchen frei hat“. Etwas grundsätzlicher wird es in meinem Beitrag über die Mensch-Hund-Bindung.
Kennst du die Runde rund um Overberge und den Galgenberg noch in dieser Form – oder hat sich dort inzwischen etwas deutlich verändert?
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