5.000 Euro und vor allem bundesweite Aufmerksamkeit: Für die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule im Kreis Unna endete der Deutsche Schulpreis 2026 mit einem Anerkennungspreis. Dass ausgerechnet diese Schule auf der großen Bühne in Berlin stand, ist bemerkenswert. Sie war nach Angaben des Kreises als einzige Förderschule für den diesjährigen Preis nominiert.
Die kreiseigene Schule ist in Bergkamen zu Hause und betreibt seit Beginn des Schuljahres 2026/27 außerdem einen Übergangsstandort in Kamen. Damit hat die Auszeichnung auch ganz unmittelbar etwas mit dem Kamener Schulalltag zu tun.
Die Lernumgebung soll sich den Kindern anpassen
Schulleiterin Ursula Landskron sieht in der Nominierung eine Bestätigung des schulischen Konzepts. Der Gedanke dahinter: Nicht die Schülerinnen und Schüler sollen sich möglichst reibungslos in eine festgelegte Lernumgebung fügen. Vielmehr soll die Umgebung auf ihre unterschiedlichen Bedürfnisse ausgerichtet sein. Diesen Perspektivwechsel finde ich bemerkenswert, weil er bei der Frage nach guter Bildung leicht aus dem Blick gerät.
Am 29. September reiste eine Delegation der Schule zur Preisverleihung nach Berlin. Den Hauptpreis erhielt sie zwar nicht, doch der Anerkennungspreis würdigt ihre Arbeit und ist mit 5.000 Euro verbunden.

Über die Lernmaterialien entscheiden die Schüler mit
Das Geld soll nach Angaben der Schulleiterin für besondere Lernmaterialien eingesetzt werden. Die einzelnen Stufen dürfen dafür Wünsche formulieren. Anschließend soll unter Beteiligung der Schülerinnen und Schüler entschieden werden, wie das Preisgeld verteilt wird. Ein kleiner, aber schöner Punkt: Wer täglich mit den Materialien arbeitet, wird bei der Auswahl gefragt.
Der Kreis Unna ist Träger der Schule. Er verweist zugleich auf steigende Schülerzahlen an seinen Förderschulen. Dass eine Schule aus unserer Region unter den Finalisten eines bundesweiten Wettbewerbs war, dürfte auch über die eigentliche Preisverleihung hinaus für Gespräche sorgen.

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