Der Haushalt des Kreises Unna wird in diesem Jahr nicht mehr beschlossen. Das ist mehr als eine Terminverschiebung im Kalender: Die Verwaltung muss mit Blick auf ihre angespannte Finanzlage erst zusätzliche Sparmöglichkeiten erarbeiten.
Landrat Mario Löhr und Kreiskämmerer Philipp Reckermann haben gemeinsam mit dem Ältestenrat entschieden, den Entwurf für 2027 später einzubringen. Hintergrund ist ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept. Es soll helfen, die Kreisfinanzen längerfristig zu stabilisieren – und dürfte sich auch auf die Kreisumlage auswirken, die von den kreisangehörigen Städten und Gemeinden aufgebracht wird.
Die neuen Termine stehen bereits fest
Statt noch 2026 soll der Haushaltsentwurf nun am 26. Januar 2027 in den Kreistag kommen. Die Verabschiedung ist für den 9. März 2027 vorgesehen. Danach braucht der Haushalt die Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg. Bei reibungslosem Ablauf rechnet die Kreisverwaltung mit der Genehmigung Anfang April.

Das heißt für das neue Jahr: erst einmal auf Sparflamme
Der Kreis startet 2027 mit vorläufiger Haushaltsführung. In dieser Zeit darf die Verwaltung grundsätzlich nur Ausgaben leisten, zu denen sie gesetzlich oder vertraglich verpflichtet ist. Ungeplante Ausgaben und neue Investitionen sind in dieser Phase nicht möglich. Das kann Vorhaben verzögern, die noch keine gesicherte Finanzierung haben.
Die genaue Höhe einer künftigen Kreisumlage steht mit dieser Nachricht ausdrücklich noch nicht fest. Gerade für Städte wie Kamen, Bergkamen oder Unna ist entscheidend, welche Zahlen am Ende im Entwurf stehen und welche Einsparungen tatsächlich umgesetzt werden.
Quelle: Kreis Unna – Haushalts-Zeitplan verschiebt sich, 12. Oktober 2026.
Weitere Angaben zur Finanzlage veröffentlicht der Kreis Unna auf seiner Haushaltsseite.

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