Im Kamener Haus der Stadtgeschichte ist eine Ausstellung zu sehen, bei der Literatur, Fotografie und das Thema Meinungsfreiheit zusammenkommen. Unter dem Titel „Weil ich beschlossen habe, mich nie bezwingen zu lassen“ werden Porträts von Autorinnen und Autoren gezeigt, die über das PEN-Programm Writers in Exile Schutz in Deutschland gefunden haben.
Zwölf Lebensgeschichten zwischen Verfolgung und neuer Freiheit
Die Ausstellung stellt zwölf frühere und aktuelle Stipendiatinnen und Stipendiaten vor. Zu sehen sind Fotografien des Künstlers Maximilian Gödecke, ergänzt durch Auszüge aus den Werken der porträtierten Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Dadurch bleibt es nicht bei Gesichtern und Namen: Auch die Texte selbst geben Einblick in Erfahrungen mit Verfolgung, Flucht, Freiheit und einem Neuanfang im Exil.
Eröffnet wurde die Schau mit einer Vernissage im Haus der Stadtgeschichte. PEN-Vizepräsidentin Astrid Vehstedt, die das Writers-in-Exile-Programm begleitet, führte dabei in die Ausstellung ein.
Warum Writers in Exile zu Kamen passt
Das Programm wurde 1999 ins Leben gerufen. Es unterstützt Autorinnen und Autoren, die in ihren Herkunftsländern wegen ihres freien Wortes verfolgt oder bedroht werden. Kamen ist seit 2020 mit dem Programm verbunden. Einen wichtigen Anstoß dafür gab der Kamener Schriftsteller und frühere PEN-Generalsekretär Heinrich Peuckmann.
Damit hat die Ausstellung auch einen direkten lokalen Bezug: Writers in Exile ist in Kamen nicht nur ein abstraktes internationales Thema, sondern seit Jahren Teil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt.
Weitere Informationen zur Ausstellung und zur Interkulturellen Woche findest du auf der Seite der Stadt Kamen.
Hinweis: Das Beitragsbild ist ein Symbolbild und zeigt nicht die konkrete Ausstellung.

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