Christian Robbert ist seit August 2025 Schützenkönig des Schützenvereins Methler. Beim Vogelschießen setzte er sich in einer spannenden Schlussphase durch und holte die Reste des Vogels mit dem 488. Schuss von der Stange. Für ihn war der Erfolg offenbar alles andere als Zufall: Schon vor dem Wettbewerb hatte er sich vorgenommen, seine persönliche Reihe von Königstiteln zu vervollständigen.
Der 488. Schuss entscheidet das Königsschießen
In der entscheidenden Phase waren neben dem amtierenden König Stephan Eder noch Mark Hoffmann und Christian Robbert im Rennen. Nachdem Eder ausgestiegen war, entwickelte sich das Vogelschießen zum Zweikampf zwischen Hoffmann und Robbert. Schließlich fiel mit Schuss Nummer 488 die Entscheidung zugunsten von Robbert.
Das Besondere daran: Der neue Schützenkönig hatte diesen Erfolg tatsächlich auf seiner persönlichen Liste. Gegenüber KamenWeb erinnerte er daran, dass er bereits 1989 Kinderkönig und 2018 Biwakkönig gewesen war. Mit dem Schützenkönigstitel wollte er sein „Triple“ komplett machen.
Christian Robbert macht sein persönliches Triple komplett
Genau dieser Hintergrund macht die Geschichte für mich interessanter als eine allgemeine Beschreibung von Schützenfest und Brauchtum. Hinter dem entscheidenden Treffer steckt eine Verbindung zum Verein, die Jahrzehnte zurückreicht. Robbert war beim Königsschießen 45 Jahre alt und arbeitet als Verwaltungsfachwirt bei der Stadt Kamen.
Zur Königin nahm er seine Lebensgefährtin Kathrin Pätzold. Laut seinem späteren Bericht hatte er dafür bereits am Frühstückstisch grünes Licht bekommen – eine kleine persönliche Randnotiz, die zu so einem Schützenfest wahrscheinlich besser passt als jede hochtrabende Beschreibung von „Strategie“ oder „Leadership“.
Christian Robbert und Kathrin Pätzold werden in Methler gefeiert
Eine Woche später zeigte sich, wie groß das Schützenfest in Methler tatsächlich gefeiert wurde. Nach Angaben von KamenWeb kamen am Partyabend rund 1.500 Gäste ins Festzelt am Bürgerhaus. Bei der Proklamation am Samstag waren erneut etwa 1.200 Menschen dabei.
Am Sonntag präsentierte sich das neue Königspaar dann gemeinsam mit dem Kinderkönigspaar Jonas Becker und Lena Liedtke sowie dem Hofstaat beim Festumzug und der Königsparade durch Methler. Robbert selbst beschrieb die Eindrücke später als „überwältigend“.
Auch der Nachwuchs hatte sein eigenes Königsschießen
Vor dem Vogelschießen der Erwachsenen war zunächst der Nachwuchs an der Reihe. Zehn Kinder zerlegten ihren Styroporvogel mit Armbrust und Pfeil. Erst mit dem 263. Schuss fiel der letzte Rest: Jonas Becker wurde Kinderkönig und Lena Liedtke seine Königin.
Gerade solche Details zeigen, warum das Schützenfest für viele Menschen in Methler mehr ist als nur der Wettbewerb um den Königstitel. Unterschiedliche Generationen sind beteiligt, und rund um das eigentliche Schießen entsteht ein mehrtägiges Dorffest.
Mein Fazit zum Schützenfest in Methler
Christian Robberts Königsschuss ist vor allem deshalb eine schöne lokale Geschichte, weil sich darin persönliche Vereinsgeschichte und ein großes Dorffest verbinden. Vom Kinderkönig 1989 über den Biwakkönig 2018 bis zum Schützenkönig 2025 – das „Triple“ ist tatsächlich eine nette Pointe, die man nicht künstlich größer schreiben muss.
Wenn du dich für weitere Veranstaltungen aus der Region interessierst, findest du auf meinem Blog zum Beispiel auch den Beitrag zur Altstadtparty in Kamen.



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