Für rund 1.250 Menschen in Unna steht plötzlich einiges auf dem Spiel. Die Gesellschaft, die das große Galeria-Zentrallager von Fiege betreibt, hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das heißt aber nicht, dass die Beschäftigten schon ihren Arbeitsplatz verloren hätten. Der Betrieb soll vorerst weiterlaufen.
Der Hintergrund ist die erneute Insolvenz der Warenhauskette Galeria. Von Unna aus wird Ware für ihre Häuser verschickt. Nach Angaben des WDR hat das Lager bislang nur diesen einen Kunden – und genau das macht die Lage so schwierig.
Bis Ende Dezember soll weitergearbeitet werden
Laut dem WDR ist zwischen Fiege und Galeria eine Fortsetzungsvereinbarung bis zum Jahresende getroffen worden. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das erst einmal eine wichtige Nachricht. Wie es ab Januar weitergeht, ist allerdings offen. Fiege bemüht sich nach eigenen Angaben darum, zusätzliche Kunden zu finden und den Standort zu erhalten.

Die Eigenverwaltung ist ein Insolvenzverfahren, bei dem die bisherige Unternehmensführung das Geschäft unter gerichtlicher Aufsicht grundsätzlich weiterführt. Insolvenz bedeutet in diesem Fall also nicht automatisch, dass die Halle geschlossen oder der gesamte Betrieb sofort eingestellt wird. Nach WDR-Angaben werden Löhne und Gehälter zunächst über Insolvenzgeld abgesichert.
Was für Unna jetzt entscheidend ist
Die eigentliche Frage liegt hinter dem Jahreswechsel: Wie viel Ware wird Galeria noch bewegen, und findet Fiege weitere Auftraggeber? Solange das nicht feststeht, wäre es voreilig, einen Stellenabbau in bestimmter Höhe oder gar eine Schließung als beschlossen darzustellen. Für die betroffenen Familien im Kreis Unna ist die Unsicherheit trotzdem erheblich.
Der WDR hat die Angaben am 29. Oktober unter anderem nach einem Gespräch mit der Fiege-Pressestelle veröffentlicht. Die Situation kann sich im Insolvenzverfahren weiter verändern.
Quelle: WDR / tagesschau: Insolvenz und Situation bei Fiege Unna. Stand der Recherche: 29. Oktober 2026.

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