Hansemarkt Kamen 2026: Mittelalter-Flair trotz Regen

Hansemarkt Kamen 2026 und verkaufsoffener Sonntag in der Kamener Innenstadt

Der Hansemarkt Kamen 2026 hatte es am Sonntag mit dem Wetter nicht leicht. Als ich auf dem Alten Markt unterwegs war, waren Regenschirme und nasses Pflaster ständige Begleiter. Entsprechend verhalten war der Besuch. Trotzdem hatte der historische Markt seinen Reiz – gerade die Kulisse zwischen den Ständen, den alten Fassaden und den gastronomischen Angeboten sorgte wieder für eine besondere Atmosphäre.

Dekorierter Wagen beim Hansemarkt Kamen 2026 auf dem Alten Markt
Schon die Dekoration macht deutlich, worum es an diesem Wochenende auf dem Alten Markt ging. Foto: Stefan Jäkel

Wenig Besucher bei durchwachsenem Wetter

Am Samstag zeigte sich das Wetter zeitweise noch freundlicher. Der Sonntag war dagegen grau und regnerisch. Das war auf dem Markt deutlich zu spüren: Viele Wege blieben vergleichsweise leer, vor den Ständen bildeten sich nur selten größere Gruppen und auch im gastronomischen Bereich waren zahlreiche Sitzplätze frei.

Für die Händler und Gastronomen war das sicher kein idealer zweiter Veranstaltungstag. Gleichzeitig wirkte der Rundgang dadurch ruhiger. Man konnte sich die Auslagen in Ruhe ansehen und mit den Ausstellern ins Gespräch kommen. Schönreden muss man den schwachen Besucherandrang trotzdem nicht – besseres Wetter hätte dem Hansemarkt am Sonntag sichtbar gutgetan.

Bekannte Aussteller und ein bewährtes Konzept

Wer den Hansemarkt aus den vergangenen Jahren kennt, traf 2026 auf viele bekannte Aussteller und Angebote. Für mich wirkte die Zusammenstellung im Wesentlichen vertraut. Das kann man von zwei Seiten sehen: Große Überraschungen oder völlig neue Akzente gab es nur wenige. Andererseits wissen Stammgäste ziemlich genau, was sie erwartet.

Nach Angaben der Stadt Kamen fand der Hansemarkt bereits zum 16. Mal statt. Rund 60 Stände boten historisches Handwerk, Handel, Musik, Unterhaltung, Speisen und Getränke. Dazu kamen Angebote für Familien und Kinder. Das Grundkonzept hat sich über die Jahre bewährt, könnte bei künftigen Ausgaben aber durchaus ein paar neue Impulse vertragen.

Das mittelalterliche Flair bleibt der Höhepunkt

Der eigentliche Höhepunkt ist für mich weiterhin das mittelalterliche Flair auf dem Alten Markt. Die historischen Marktstände, Gewandungen, Schilder und Handwerksangebote passen gut zu diesem Teil der Kamener Innenstadt. Selbst bei grauem Himmel entsteht dort für ein paar Schritte das Gefühl, aus dem normalen Sonntagsbild herauszutreten.

Besonders schön fand ich erneut die Mischung aus Markt und Gastronomie. Zwischen Kunsthandwerk, Schmuck, Dekoration und Speisen ließ sich gemütlich eine Runde drehen. Der Regen nahm der Veranstaltung zwar etwas von ihrer Lebendigkeit, nicht aber ihren grundsätzlichen Charme.

Verkaufsoffener Sonntag bringt Bewegung in die Innenstadt

Parallel zum Hansemarkt öffneten die Geschäfte in der Kamener Innenstadt von 13 bis 18 Uhr. Der verkaufsoffene Sonntag ergänzte den Markt sinnvoll: Wer wegen des mittelalterlichen Treibens gekommen war, konnte den Besuch mit einem Einkaufsbummel verbinden. Umgekehrt führte der Weg aus den Läden direkt weiter zum Alten Markt.

Auch in den Einkaufsstraßen blieb der Andrang nach meinem Eindruck eher überschaubar. In den geöffneten Geschäften war dennoch Betrieb, und gerade bei schlechtem Wetter bot der Einzelhandel eine trockene Ergänzung zum Marktbesuch.

Hansemarkt Kamen 2026: die wichtigsten Daten

  • Termin: Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September 2026
  • Sonntagsöffnung Hansemarkt: 11 bis 19 Uhr
  • Verkaufsoffener Sonntag: 13 bis 18 Uhr
  • Ort: Alter Markt und Kamener Innenstadt
  • Angebot: rund 60 Stände mit Handwerk, Handel, Musik, Unterhaltung, Gastronomie und Familienprogramm
  • Auflage: zum 16. Mal in Kamen

Mein Fazit zum Hansemarkt Kamen 2026

Unterm Strich war der Hansemarkt auch 2026 wieder ein schöner Bestandteil des Kamener Veranstaltungskalenders – am Sonntag allerdings mit deutlichen Abstrichen beim Wetter und entsprechend wenig Publikum. Viele Aussteller kannte man bereits aus den Vorjahren, Überraschungen blieben deshalb begrenzt.

Trotzdem gehe ich gern über den Alten Markt, wenn dort für ein Wochenende mittelalterliches Leben einzieht. Die Kulisse, die Stände und das gastronomische Angebot machen den Reiz aus. Für die nächste Ausgabe wünsche ich mir neben besserem Wetter vielleicht auch ein paar neue Händler oder Programmpunkte. Das würde dem bewährten Konzept zusätzliche Frische geben.

Wer gern lokale Feste besucht, kann schon am kommenden Wochenende weiterziehen: In Methler beginnt die Pflaumenkirmes 2026.

Quelle zu Programm und Eckdaten: Stadt Kamen – Kamener Hansemarkt

Wie hast du den Hansemarkt in diesem Jahr erlebt – und würdest du dir für 2027 mehr neue Aussteller wünschen?

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Stefan Jäkel
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