Ist Feuerwerk noch zeitgemäß? Die Frage habe ich mir schon 2022 gestellt. Seitdem hat sich die Diskussion eher noch verschärft. Für viele gehört Silvesterfeuerwerk fest zum Jahreswechsel, andere sehen vor allem Lärm, Müll, Feinstaub und Stress für Tiere.
Ich finde, man kann beides anerkennen: Feuerwerk kann faszinierend sein – gleichzeitig hat es Folgen, die man nicht kleinreden sollte.
Feuerwerk und Umwelt: Was die aktuellen Zahlen sagen
Nach Angaben des Umweltbundesamts werden in Deutschland durch Feuerwerk jährlich rund 2.050 Tonnen PM10-Feinstaub freigesetzt, davon etwa 1.700 Tonnen PM2,5. Der größte Teil davon entsteht in der Silvesternacht. Das Umweltbundesamt weist außerdem auf Müll, Kunststoffeinträge, Lärm und die Belastung von Haus- und Wildtieren hin.
Das heißt nicht, dass Feuerwerk allein das große Feinstaubproblem Deutschlands verursacht. Es bedeutet aber, dass innerhalb weniger Stunden sehr hohe Belastungsspitzen entstehen können.
Feuerwerk: Tradition gegen Belastung
Genau hier liegt für mich der eigentliche Konflikt. Feuerwerk ist emotional: Es sieht spektakulär aus, gehört für viele seit Kindheit zu Silvester und schafft einen gemeinsamen Moment um Mitternacht. Gleichzeitig dauert dieser Moment nur kurz, während Lärm, Müll und schlechte Luft länger bleiben.
Feuerwerk und Tiere
Für viele Tierhalter ist Silvester alles andere als entspannt. Plötzliche Knallgeräusche können bei Hunden, Katzen und anderen Haustieren Angst und Stress auslösen. Auch Wildtiere werden durch Lichtblitze und Lärm gestört.
Bei Mailo würde ich deshalb immer darauf achten, dass er an Silvester einen ruhigen Rückzugsort hat und nicht unnötig draußen ist, wenn in der Umgebung viel geknallt wird. Gerade bei ängstlichen Tieren sollte man frühzeitig mit der Tierärztin oder dem Tierarzt besprechen, was sinnvoll ist.
Welche Regeln gelten für Feuerwerk in Deutschland?
Für Verbraucher ist vor allem Feuerwerk der Kategorie F2 relevant. Nach den aktuellen Hinweisen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung darf F2-Feuerwerk grundsätzlich von Volljährigen am 31. Dezember und 1. Januar ohne besondere sprengstoffrechtliche Erlaubnis abgebrannt werden. Kommunen können zusätzlich Verbotszonen oder zeitliche Einschränkungen festlegen.
Das ist deutlich anders als die alte Version dieses Beitrags, in der pauschal eine Erlaubnis von 18 bis 1 Uhr genannt wurde. Diese Aussage war so nicht korrekt und ist deshalb entfernt.
Was wären Alternativen zum privaten Feuerwerk?
- zentrale, professionell organisierte Feuerwerke,
- Licht- oder Drohnenshows,
- weniger, dafür bewusst ausgewähltes Feuerwerk,
- einfach zuschauen statt selbst zu zünden.
Keine Alternative ist vollkommen folgenlos. Aber gerade große zentrale Veranstaltungen können den Vorteil haben, dass nicht gleichzeitig in jeder Straße dutzende einzelne Feuerwerke gezündet werden.
Mein Fazit: Ist Feuerwerk noch zeitgemäß?
Ich würde Feuerwerk heute deutlich kritischer sehen als früher. Ein komplettes Schwarz-Weiß-Urteil finde ich trotzdem zu einfach. Wer Feuerwerk liebt, sollte zumindest Rücksicht auf Menschen, Tiere und Umgebung nehmen, nur zugelassene Produkte verwenden und den eigenen Müll wieder einsammeln.
Für mich persönlich wiegt der kurze Effekt inzwischen weniger schwer als die Belastungen drumherum. Gerade mit Hund sieht man Silvester noch einmal aus einer anderen Perspektive.
Wenn du etwas Weihnachtliches lesen möchtest, findest du auf meinem Blog außerdem meine kleine Geschichte „Frohe Weihnachten mit Mailo“.

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