Der Kreis Unna baut seine Unterstützung für Geflüchtete und Zugewanderte auf dem Weg in Ausbildung und Beschäftigung aus. Das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) beteiligt sich am Landesprogramm NRW.integrativ und bündelt dafür Beratung, Behördenwissen und Kontakte zu Arbeitgebern.
Eine Anlaufstelle für Arbeitserlaubnis und Fördermöglichkeiten
Die Servicestelle „Integration in Arbeit“ soll Hürden abbauen, die einer Beschäftigung im Weg stehen. Die Mitarbeitenden sitzen in der Ausländerbehörde und können deshalb direkt klären, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Ausbildung oder Beschäftigung möglich ist.
Danach begleitet die Servicestelle Arbeitgeber und Bewerber durch die notwendigen Formalitäten. Auch praktische Probleme wie fehlende Kinderbetreuung oder Mobilität können Teil der Beratung sein. Zusätzlich gibt es Unterstützung bei der Anerkennung schulischer und beruflicher Abschlüsse sowie bei passenden Sprachkursen.
Sieben Vermittlungen zum Start des Ausbildungsjahres
Zum Beginn des Ausbildungsjahres konnten nach Angaben des Kreises bereits sieben junge Menschen in Ausbildungen vermittelt werden. Zwei von ihnen starteten zum 1. September eine Pflegeausbildung. Weitere Ausbildungsplätze wurden unter anderem in der Zahnmedizin, als Pferdewirtin und im Bäckerhandwerk gefunden.
Die Servicestelle arbeitet dabei eng mit dem Jobcenter Kreis Unna und der Agentur für Arbeit zusammen. Das ist sinnvoll, weil viele Fälle nicht an fehlender Motivation scheitern, sondern an unklaren Zuständigkeiten, Dokumenten oder rechtlichen Fragen.
Auch für Betriebe interessant
Das Angebot richtet sich nicht nur an Arbeitssuchende. Auch Arbeitgeber, die Geflüchtete oder Zugewanderte beschäftigen oder ausbilden möchten, können Unterstützung bekommen. Gerade für Betriebe mit offenen Ausbildungsstellen kann das helfen, bürokratische Unsicherheiten schneller zu klären.
Quelle: Kreis Unna, Mitteilung „Integration in Arbeit“ vom 11. September 2026.

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